Sonntag, 19. September 2010

Predigt

Ich habe heute im Gottesdienst meine Predigt gehalten. Und das auch noch von der Kanzel aus! Unmittelbar vorher war ich wahnsinnig aufgeregt, nachdem ich erst einmal angefangen hatte zu reden, wurde es immer besser. Eine weitere schöne Erfahrung.
Morgen geht es nach Sylt! Ein Ausflug für alle MitarbeiterInnen. Darauf freue ich mich schon sehr.

Freitag, 17. September 2010

Viel Erlebt!

So, nun nehme ich mir endlich wieder Zeit für meine „Blogpflege“.

Ich habe erlebt:

Geburtstagsbesuche bei älteren Damen, die sich sehr über den Besuch gefreut haben. Typisch dörflich, kommen alle Nachbarn ohne Verabredung Punkt 11.30 Uhr zum Gratulieren, Tratschen und Gulaschsuppe essen vorbei! Außerdem habe ich die Einführung der neuen Pastorin, der neuen Organistin und Küsterin erleben dürfen. Ja, ja, hier wurde gleich komplett „neu eingedeckt“! Alle drei sehr nette Frauen, die Organistin so alt wie ich, die Pastorin auch noch recht jung. Ich habe mich nach dem Godi, in dem sie eingeführt wurden, beim Kaffee einschenken nützlich gemacht – ein bisschen typische Praktikantenarbeit muss schließlich sein. Ich konnte mittlerweile außerdem in die Jugendarbeit schnuppern. Es gibt mehrere Kinder- und Jugendgruppen, die alle recht gut zu laufen scheinen, das ist für ein nicht allzu riesiges Dorf ja nicht selbstverständlich. Aber die Diakonin ist auch wirklich nett und hat einen tollen Draht zu den Jugendlichen. Also, kein Wunder, dass die Jugendlichen (und Kinder) gerne kommen!

Ich habe außerdem Einblick in diverse Mitarbeitergespräche und Vorbereitungs- / Organisationsgruppen erhalten, zudem habe ich die Kirchenvorstandssitzung miterlebt und ich habe Einblick in ein Spendenprojekt erhalten. Das war alles sehr interessant!

Dann kam es zu einem nicht ganz alltäglichen Ereignis: Ein Fernsehsender war da und hat den Pastor zur aktuellen Bussituation (die eben nicht so toll ist) interviewt. Das war ganz lustig, vor allem weil die 15 Sekunden Szene bestimmt vier Mal aufgenommen wurde, immer mit kleinen Veränderungen.

Danach stand ein volles Wochenende an!

Am Freitag habe ich fleißig mitgeholfen Kuchen unter die Leute zu bekommen während des Kinderflohmarktes im Gemeindehaus. Der Erlös kam einem ausländischen Kinderheim zugute. Übrigens ein tolles Prinzip: Jeder Teilnehmer musste eine Standgebühr zahlen und zudem einen Kuchen mitbringen, der eben dort verkauft wurde. Am Samstag stand der Konfitag an. Hier werden die Jugendlichen auch nach einem Jahr konfirmiert und anstatt wöchentlichen Unterricht anzubieten, wird sich hier alle zwei Wochen über mehrere Stunden getroffen. Es war eine große Gruppe – über 50 Konfis und drei „Jungteamer“. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit ein Spiel anbieten zu dürfen, was mich in „alten“ Erinnerungen hat schwelgen lassen. Für meine Umsicht vor einigen Jahren, in Zuge dessen ich mir alle guten Gruppenspiele in einer Datei aufgeschrieben und gespeichert habe, könnte ich mir selbst auf die Schulter klopfen lassen....Die Konfis kennen jetzt jedenfalls „Bange-Bange-Böf“ und „Drachenschwanzfangen“ - Ach ja, spielen ist einfach super, daran hat sich nichts für mich geändert!

Am Sonntag war es dann so weit: MoGo!! (Motorradgottesdienst)

Es waren diverse HelferInnen am Werk, um den Openairgottesdienst vorzubereiten. Kurz vor Beginn des Godi, kam es zu einem kleinen Unfall, der ein Mitglied des Godi-Teams sprachunfähig machte. Kurzerhand wurde ich gebeten, für ihn einzuspringen und seine Teile zu übernehmen. Das war eine Lesung, das Vorlesen eines Teils einer Geschichte und eine Fürbitte. Der Altar war bestand übrigens aus zwei Motorrädern, auf die eine Holzplatte mit einem weißen Tischtuch gelegt war. Das Orgelvorspiel, das genau genommen, ein Keybordvorspiel war, war „Born to be wild“ - ziemlich cool. Im Anschluss wurde mit den 80 Motorrädern eine 1,5 stündige Rundfahrt in Kolonne mit Polizeibegleitung unternommen. Ich hatte mich dagegen entschieden, bei Jemanden mitzufahren. Kurzfristig wurde jedoch ein Platz in einem „Gefährt“ frei, so überwand ich meine Skepsis und setzte mich neben einen netten, vollbärtigen, älteren Motorradfahrer in den Beiwagen. Das war ziemlich cool, auch wenn es wohl nie zu meinem Hobby wird...aber eine außergewöhnliche Erfahrung war das schon!!

Hier der Bericht der Lübecker Nachrichten

So, nun steht gleich eine Goldene Hochzeit an, die es zu beglückwünschen gibt.


Mittwoch, 1. September 2010

was bisher geschah...

Am Montag habe ich mehrere Seelsorgegespräche miterleben dürfen. Wir waren zu Hausbesuchen bei älteren Damen. Zum Teil schwer krank, viele recht einsam. Habe mich wiedergefunden in der Rolle der stillen Begleiterin, aber auch in der Enkelinrolle. Das zu reflektieren, war wirklich gut. Alles in allem stelle ich (mal wieder) fest, dass ich sehr gerne Lebensgeschichten von Menschen anhöre. Die Freude über die Besuche des "Herrn Pastors" war übrigens in allen (!) Fällen groß, es machte fast schon den Eindruck als fühlten sich die Besuchten geehrt. Es lassen sich in den Besuchen Parallelen erkennen. Es sind fast alle Damen verwitwet gewesen und in einem ähnlichen Alter. Trotzdem fällt auf, dass mit recht ähnlichen
Problemen und Nöten ganz unterschiedlich umgegangen wird. Ich stelle fest, dass "alt werden" nicht gleich "alt werden" ist. Klingt banal, das ist mir aber durch die Besuche noch einmal ganz deutlich geworden.
Ich habe mich außerdem im liturgischen Singen ausprobieren dürfen. Meine Güte, hatte ich da Hemmungen. Eigentlich war es ganz einfach, das Kyrie...wenn da doch nicht bloß vier Noten auf zwei E s verteilt wären(kyri e-(e-e)-eleison). Ich musste mich extrem überwinden vom Altar aus so laut zu singen, dass der Pastor es in der letzten Reihe hören konnte. Dabei ist die Kirche wirklich nicht groß! Aber ich werde mich bemühen, mich zu verbessern. Wir werden es auf jeden Fall weiter üben.
Weiter habe ich die Aufgabe bekommen (vielmehr wurde mir der Vorschlag gemacht) eine Ansprache für einen Gottesdienst zu einer Goldenen Konfirmation zu machen. Ich habe nun schon einige Stunden damit verbracht, meine Gedanken zu sammeln, Worte zu finden und zu formulieren. Könnte etwas werden. Ich stelle fest: Eine Predigt für einen fiktiven Gottesdienst in einer fiktiven Gemeinde zu schreiben, fällt mir deutlich schwerer.
Vorhin habe ich an einem Bibelkreis teilgenommen. Drei Damen und ein Herr waren anwesend. Wir haben uns über Lots Töchter und seine Frau unterhalten. Das war wirklich nett. Die Hälfte der Zeit wurde sich mit dem Bibeltext beschäftigt, dann ging es in Themen des Alltags über. Für den nächsten Bibelkreis werde ich mir etwas Gedanken zu Rebecca machen, Isaaks Frau.
Soweit erstmal von mir!
...In der Zwischenzeit bin ich übrigens noch einmal ausgeritten, mehrmals mit dem Hund spazieren gegangen, Ziegen gestreichelt, Kaninchen und Meerschweinchen gefüttert...Schön ist es hier! :)

Donnerstag, 26. August 2010

Praktikum

So, gleich geht es auf ins vierwöchige Gemeindepraktikum. Wohin? Irgendwo innerhalb Nordelbiens. Genaueres erfahre ich beim Treffen aller PraktikantInnen und AnleiterInnen in Hamburg (Heute und Morgen). Ich hoffe auf eine Internetverbindung während des Praktikums, so dass ich Euch über diesen Blog auf dem Laufenden halten kann...

Freitag, 30. April 2010

Nichts ist unmöglich...

Ich habe Gestern an einem 1,5 stündigen Seminar zum Thema "Lernstrategien" teilgenommen. Das witzige daran: Der Kurs war online. Ich hatte ein Headset, wie auch die anderen 10 Teilnehmer und die Kursleiterin war zusätzlich mit einer Kamera ausgestattet, so dass man sie sehen konnte. Die Folien waren ebenfalls online und man konnte durch Smileys etc. zu verstehen geben, ob man ihrer Erklärung folgen konnte. Sehr witzig!
Nächste Woche kommt dann Teil zwei.

Am Rande, warum regnet es eigentlich?!

Samstag, 10. April 2010

Blut nicht für die Katz

Habe heute Vormittag Blut gespendet - zum erstem Mal gegen Geld.
Zwanzig Euro, die promt in Gemüse für den Hund umgewandelt wurden. Ja, ja ein teures Hobby, so ein Vierbeiner. Aber wenn man mit den kleinen Schlitzäuglein und der viel zu langen Nase angeguckt wird, ist das natürlich ganz schnell wieder vergessen! ;)

Montag, 5. April 2010

Kunst?!

(Zwar schon etwas älter, aber) Erschreckend:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,512799,00.html

Ein Fünkchen Wahres mag in der Aussage des Künstlers: "Wenn ich den Hund als Kunstobjekt vor eine Wand binde, wird er plötzlich zum Fokus. Wenn er in der Straße vor Hunger stirbt, kümmert das keinen." wohl drin stecken. Das rechtfertigt aber natürlich in keiner Weise dieses kreaturverachtende Verhalten.