Mittwoch, 1. September 2010

was bisher geschah...

Am Montag habe ich mehrere Seelsorgegespräche miterleben dürfen. Wir waren zu Hausbesuchen bei älteren Damen. Zum Teil schwer krank, viele recht einsam. Habe mich wiedergefunden in der Rolle der stillen Begleiterin, aber auch in der Enkelinrolle. Das zu reflektieren, war wirklich gut. Alles in allem stelle ich (mal wieder) fest, dass ich sehr gerne Lebensgeschichten von Menschen anhöre. Die Freude über die Besuche des "Herrn Pastors" war übrigens in allen (!) Fällen groß, es machte fast schon den Eindruck als fühlten sich die Besuchten geehrt. Es lassen sich in den Besuchen Parallelen erkennen. Es sind fast alle Damen verwitwet gewesen und in einem ähnlichen Alter. Trotzdem fällt auf, dass mit recht ähnlichen
Problemen und Nöten ganz unterschiedlich umgegangen wird. Ich stelle fest, dass "alt werden" nicht gleich "alt werden" ist. Klingt banal, das ist mir aber durch die Besuche noch einmal ganz deutlich geworden.
Ich habe mich außerdem im liturgischen Singen ausprobieren dürfen. Meine Güte, hatte ich da Hemmungen. Eigentlich war es ganz einfach, das Kyrie...wenn da doch nicht bloß vier Noten auf zwei E s verteilt wären(kyri e-(e-e)-eleison). Ich musste mich extrem überwinden vom Altar aus so laut zu singen, dass der Pastor es in der letzten Reihe hören konnte. Dabei ist die Kirche wirklich nicht groß! Aber ich werde mich bemühen, mich zu verbessern. Wir werden es auf jeden Fall weiter üben.
Weiter habe ich die Aufgabe bekommen (vielmehr wurde mir der Vorschlag gemacht) eine Ansprache für einen Gottesdienst zu einer Goldenen Konfirmation zu machen. Ich habe nun schon einige Stunden damit verbracht, meine Gedanken zu sammeln, Worte zu finden und zu formulieren. Könnte etwas werden. Ich stelle fest: Eine Predigt für einen fiktiven Gottesdienst in einer fiktiven Gemeinde zu schreiben, fällt mir deutlich schwerer.
Vorhin habe ich an einem Bibelkreis teilgenommen. Drei Damen und ein Herr waren anwesend. Wir haben uns über Lots Töchter und seine Frau unterhalten. Das war wirklich nett. Die Hälfte der Zeit wurde sich mit dem Bibeltext beschäftigt, dann ging es in Themen des Alltags über. Für den nächsten Bibelkreis werde ich mir etwas Gedanken zu Rebecca machen, Isaaks Frau.
Soweit erstmal von mir!
...In der Zwischenzeit bin ich übrigens noch einmal ausgeritten, mehrmals mit dem Hund spazieren gegangen, Ziegen gestreichelt, Kaninchen und Meerschweinchen gefüttert...Schön ist es hier! :)

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